Entstehungsgeschichte

Kurz nach der Wiedervereinigung kehrten viele arbeitslos gewordene vietnamesische Vertragsarbeiter wieder in ihr Geburtsland zurück ...

Von Null auf 180 -  Die Stunde Null 

Kurz nach der Wiedervereinigung kehrten viele arbeitslos gewordene vietnamesische Vertragsarbeiter wieder in ihr Geburtsland zurück. Einige blieben jedoch in Berlin und umgingen die Arbeitslosigkeit, indem sie sich als Händler selbständig machten.

Eine Idee, die alles veränderte Und so fing alles an: Auch der Gründer des Marktes, Nguyen van Hien machte sich wie viele seiner Landsleute selbstständig und verkaufte Kleidung. Neue Ware kaufte er, wie üblich, in einem Großhandelsunternehmen in Polen. Hier traf er regelmäßig seine Kollegen aus Berlin. Das brachte ihn auf die Idee, künftig nicht nur den weiten Weg zu sparen, sondern vor Ort einen Großhandelsmarkt zu gründen. Die Idee für das Dong Xuan war geboren …

Ein fester Anlaufpunkt Heute geht es in den Hallen lebhaft zu. Viele Kunden gehören zur vietnamesischen Gemeinde Berlins, für sie sind die Markthallen ein Stück Heimat geworden. Hier geht man zum Frisör, trifft sich mit Freunden und trinkt gemeinsam Tee. Immer öfter wird der Besuch des Marktes fester Bestandteil touristischer Sightseeing-Touren. Und an den Wochenenden kommen Asien-Fans auf der Suche nach neuen Gewürzen. Darüber hinaus hat sich der Markt zu einer festen Anlaufstelle für einen wachsenden Händlerstamm aus ganz Deutschland und europäischen Nachbarländern entwickelt.

Das Original im Kleinen Vorbild und Namensgeber des Lichtenberger Dong Xuan Centers ist der Dong Xuan Markt in Hanoi, der größte und zugleich älteste Markt der vietnamesischen Hauptstadt. Auf dem Markt werden Waren aller Art angeboten. Hunderte Verkäufer präsentieren hier ihre kostbaren Güter. Im Jahre 1994 wurde der Markt durch ein Feuer zerstört, jedoch kurze Zeit später wieder aufgebaut und neu eröffnet. Wer noch nie in Hanoi war, stellt sich vor, dass die Markthallen dort genauso aussehen wie in Berlin.